Bezirksverband der Gartenfreunde   Schwäbisch Hall e.V.
 

 

 

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Gartenfreunde Oberrot e.V.



Ein Schmuckstück nach historischem Vorbild


Die Marhördter Sägemühle, seit 1981 im Besitz der Gemeinde Oberrot, ist um eine ganz besondere Attraktion reicher. Der neu angelegte Kräutergarten ist ein Vermächtnis der Gartenfreunde.
Der Garten ist fertig, das Werk vollendet. „Ein absolutes Schmuckstück“, so die einhellige Meinung aller Beteiligten am Rundgang. Genau ein Jahr lang haben die Oberroter Gartenfreunde daran gearbeitet, das Ensemble Marhördter Sägemühle optisch aufzuwerten. Entstanden ist ein wunderschöner Kräutergarten, der die vergangenen Zeiten auf feine Weise widerspiegelt. Bis zum Jahr 1975 war die Sägemühle noch in Betrieb, wurde in den Folgejahren von der Gemeinde übernommen und in ein Museum umgewidmet. „Es ist nicht nur ein Stück gelebte Geschichte – es ist ein Aushängeschild unserer Gemeinde“, konstatiert Bürgermeister Peter Keilhofer, der zugleich Vorsitzender des örtlichen Heimatvereins ist. Das Sägmühlmuseum stehe für die Wurzeln, das Handwerk und die Entwicklung des Ortes. Am Pfingstmontag, 25. Mai, wird der schmucke Garten im Rahmen des Deutschen Mühlentags der breiten Öffentlichkeit präsentiert und offiziell eingeweiht. Von 12 bis 17 Uhr können alle Einrichtungen des historischen Kleinods im Herzen des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald besichtigt werden.
Die treibende Kraft hinter dem Gartenprojekt war und ist Jürgen Brendel. Viel Erde wurde bewegt, große Sandsteinblöcke grenzen die Terrassen ein, Wege und Beete sind fein säuberlich angelegt, die gekennzeichneten Pflanzen stehen in Reih‘ und Glied. Eine rustikale Sitzgruppe lädt zum Verweilen ein, jede Ecke ist ein Hingucker. „Entstanden ist ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen, die Natur genießen und zugleich ein Stück Geschichte erleben kann“, fasste Bürgermeister Peter Keilhofer, selbst Mitglied der Gartenfreunde, vor den geladenen Gästen seine Gedanken in Worte. Mit großem Engagement und einer beeindruckenden Beharrlichkeit habe sich der Vorsitzende der Gartenfreunde dieser Aufgabe angenommen,  würdigte Bürgermeister Keilhofer qua seiner Ämter Brendels außergewöhnliches Engagement. Dessen organisatorisches Geschick und auch sein Einsatz beim Generieren von Spenden hätten dieses Projekt erst möglich gemacht, warf er einen Blick zurück. „Diese Leistung verdiene höchsten Respekt und Anerkennung.“
Keilhofers Dank galt ebenso allen Helferinnen und Helfern, die bei Wind und Wetter und oft im Hintergrund und ohne großes Aufsehen angepackt, gestaltet und gepflanzt haben. Thomas Schneider und den Bauhof schloss er in seine Aufzählung ein. Dass ein Projekt dieser Größenordnung aber nicht allein mit Muskelkraft und fachmännischem Beistand zu stemmen ist, sondern auch finanzielle Unterstützung braucht, versteht sich von selbst, ist aber keineswegs selbstverständlich. Insgesamt 35 Spenderinnen und Spender sind auf der Tafel gelistet, die jetzt im Kräutergarten ihren festen Platz gefunden hat. Gemeinsam hatten Brendel und Keilhofer die Idee verfolgt, den Garten nicht nur zu erneuern, sondern ihn auch konzeptionell weiterzuentwickeln. Ihnen zur Seite stand Vereinsmitglied und Gartenbau-Experte Karl Rieger vom Dexelhof, dessen plötzlicher Tod bis heute tief betroffen macht. Sein Wirken aber bleibt sichtbar. Die Anordnung der Kräuter trägt die Handschrift von Riegers Tochter Silke, für die es eine Selbstverständlichkeit war, daran mitzuarbeiten, den „Traumkräutergarten“, den sich ihr Vater so sehr gewünscht hat, zu realisieren. Fünf Gartenfreundinnen haben sich bereit erklärt, künftig im Wechsel das Schmuckstück zu pflegen.


Vor dem eigentlichen Tag der Einweihung am Pfingstmontag hatten die Gartenfreunde alle Helferinnen und Helfer sowie Spenderinnen und Spender zum Mittagessen und Nachmittagskaffee eingeladen, um sich mit dieser Geste ihrerseits bei allen Beteiligten für die gemeinsame Errungenschaft zu bedanken. Zu diesem Anlass hatte der einsatzfreudige Verein  auf dem nahegelegenen Wanderparkplatz ein Zelt aufgestellt, und wie sich für Gartenfreunde ziemt, die Tische mit sehr kreativen Blumen-Salat-Gestecken geschmückt. Spürbar war die Erleichterung, im angepeilten Zeitraum fertig geworden zu sein, aber noch mehr die Freude über das gelungene Werk.



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